Logbucheintrag 046-067

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Servus zusammen, im Folgenden nach inzwischen fast einem kompletten Monat die nächsten Eindrücke meiner kleinen Tour, inclusive einiger hoffentlich für euch spannener Bilder. (Die Qualität der Bilder ist bewusst von mir runtergeschraubt (falls man das bemerkt), da das Internet sonst komplett überfordert ist). Viel Spass damit, schöne Grüße in die Heimat! B.

 

46. (23.08.2015) Homespot! Keine Wellen? Passiert halt mal. Was macht man da? Alternativen suchen, schnorcheln, spearfishen, erkunden. Wir sind weiterhin in einer äußerst homogenen Vierergruppe unterwegs, weiter gen Westen. Endstation ist zunächst eine Steilklippe nahe Tapirs. Nach staubreichen Offroadpisten durch Maisfelder haben wir wenige Meter von der Klippe entfernt unser Lager aufgeschlagen. Der Blick, so man ihn schweifen lässt, wandert über eine verklüftete Küste, unterbrochen nur durch kleine Strandabschnitte und die eine andere Siedlung. Mal schöner (Landschaft), mal weniger schön (Siedlung). Bei traumhaftem Sommerwetter kann man über Wasser schon die westlichsten Ausläufer Spaniens erahnen, unter Wasser erstreckt sich eine wunderschöne Unterwasserwelt mit riesigen Algenfeldern und einigem an Getier. Das wirkt sich im Folgenden positiv auf unsere Mahlzeiten aus, die dann zu einem großen Teil aus frisch gefangenem Fisch bestehen.

Nach zwei entspannten Klippentagen „zwingt“ uns der Blick auf den Forecast dann zur Weiterfahrt, für das aktuelle Wochenende sind Wellen bis zu 13ft an unserem „Homespot“ rund um die kleine Ortschaft Covas nahe Ferrol angekündigt.

Es ist ein wenig wie nach Hause kommen, sind meine Sommeraktivitäten in den letzten Jahren doch zumeist hier gestrandet. Geschuldet neben den mitreisenden Personen vor allem auch der Attraktivität der landschaftlichen Gegebenheiten und der konzentrierten Vielzahl an Buchten mit surfbaren Peaks. Es ist einfach toll immer wieder hier zu sein, in diesem Jahr dennoch komplett anders, da die Fahrt nicht wie sonst auf dem Campingplatz „As Cabanas“ endet, sondern am abgeschiedensten Ende der Halbinsel, am nördlichsten Ende der Bucht Santa Comba. Versteckt zwischen Dünen, geschützt vor Touriaugen (es gibt nur noch sehr wenige) und vor allem vor dem angekündigten Sturm (bis zu 40 Knoten) buddeln wir uns erstmal ein.

Vor Beginn der Regen und Wind Phase hält das galizische Wetter noch einmal bestes Sommerwetter bereit, dazu gibt es traumhafte Wellen direkt vor unserer Nase. Was will man mehr? Vielleicht das es so bleibt, doch wie angekündigt wartet der Wettergott bereits am zweiten Tag mit zunehmendem Wind und Regen auf, was unsere Surfaktivitäten zunehmend schwieriger werden lässt, allerdings bringen wir es noch zu einigen geilen Sessions in „unserer Bucht“. Ein zwischenzeitlicher Blick über den Tellerrand verrät uns vor allem eins: alles richtig gemacht! Bei uns sind die Bedingungen am besten. Zum Glück weiß das aber sonst offensichtlich niemand, unseren Spot haben wir immer für uns alleine, einzige Ausnahme stellen ein paar Möwen und ein Babyhai dar, der sich allerdings bald sinnvolleren Fangzielen zuwendet.

Morgen ist ein Abflauen des Windes angekündigt und damit dann in Doniños die Möglichkeit der angekündigten 13ft. Wellen, wir sind gespannt!

 

47. (24.08.2015) 13ft am Arsch. Böse Lüge! Maximal 7ft. haben wir heute gesehen, in den westlichen Buchten lief nirgends eine vernünftige Welle, zu stark ist nach wie vor der Wind. Wir haben den anfangs regnerischen, im Verlauf immer schöner werdenden Tag vor allem mit der Suche nach dem richtigen Spot verbracht, um am Ende dann wieder in der selben Bucht (Santa Comba) auszukommen wo wir auch in den letzten Tagen mit Mareike und Dennis standen. Allerdings haben wir uns nun auf die andere Seite der Düne gestellt mit Blick in die komplette Bucht. Wellen und Surfer beim Abendessen beobachten, wie geil ist das denn?!

Mareike und Dennis haben sich inzwischen wieder auf den Rückweg begeben, zwei Wochen gemeinsame Tour liegen hinter uns. Tolle Zeit mit euch Zwei! Vielleicht ergibt sich im Spätherbst ja noch einmal ein gemeinsamer Reiseabschnitt!

 

55. (01.09.2015) Zeitlos. Die Tage ziehen in’s Land. Und wir sind weiter unterwegs. Mit leichter Verwunderung habe ich gerade festgestellt, dass seit meiner letzten Notiz erst eine Woche vergangen ist. Gefühlt ist es wesentlich länger, dadurch dass Niklas und ich in den letzten Tagen wieder sehr viel gesehen und erlebt haben. Aber der Reihe nach.

Nach Mareikes und Dennis Abschied haben wir uns wie gehabt häuslich in der Bucht zu Santa Comba eingerichtet, leider tat das in den folgenden Tagen dann auch das durch die Bank schlechte Wetter. Drei Tage pausenloser Dauerregen bei zunehmendem Wind und kontinuierlich schlechter werdenden Wellen zehrt ab einem gewissen Zeitpunkt dann selbst an meiner Substanz.

Weniger weil das Wetter oder die nicht vorhandenen Wellen die Stimmung in der Tendenz schlechter werden lässt, sondern vielmehr dadurch, dass das Leben in meinem Auto alleine sehr komfortabel ist, zu zweit auf Dauer eher unmöglich, wenn man nicht ab und an trockenen Fußes an die frische Luft kann. So haben wir dann ein paar Tage das Beste daraus gemacht, dem Wind und Regen getrotzt, sind aufs Wasser gegangen auch wenn dort nicht besonders viel ging. Ursprünglich war der Plan gewesen bis Anfang September in der Region zu bleiben um im nahegelegenen Pantin den „Galicien Classics Pro“ beizuwohnen. Die spanische Station der Surf-Worldleague. Naja, leider verpasst.

Alternativ sind wir weiter gen Süden gefahren, Portugal auf dem Schirm. Einen letzten Stop im westlichsten Teil Spaniens bei „Xunõ“ wo uns das Wetter zunächst keinen Strich durch die Rechnung macht. Den Nachmittag verbringen wir mit drei Kölnern auf dem Wasser und später mit Blick auf die untergehende Sonne beim Essen. Leider hat uns am nächsten Morgen das schlechte Wetter wieder, das darf doch nicht wahr sein. Weiter geht’s…

Portugal empfängt uns mit Hitze. Zu mindestens was unser persönliches Gefühl anbelangt, nach tagelangem schlechtem Wetter hätten wir vermutlich alles was vom blauen Himmel und der Sonne begleitet wurde als warm bezeichnet. Aber tatsächlich ließ der Spätsommer sich nicht lumpen und wartete bei unserer ersten Station in Portugal, „Praia de Gelfa“ bestes Wetter auf. Ab an den Strand, die Wellen laufen auch vorzüglich. Trotz dass Sonntag ist, ist am Strand so gut wie nichts los. Gelobt sei die Reiserei außerhalb der Saison. Pennen tuen wir zwei Nächte lang 100 Meter weiter 20 Meter vom Wasser entfernt an einem Felsen. Zu unsere Linken erstreckt sich flache Steinküste und im weiteren Verlauf der Strand zu „Afife“, rechts sieht man im Vordergrund eines der vielen alten Forts und im Hintergrund das Städtchen „Ancora“. Landschaftlich kann die nördlichste portugiesische Region durchaus etwas. An der Küste wechseln sich steinige Abschnitte mit teilweise riesigen Sandstränden mit folgender Düne. Das anschließende Flachland, welches maximal 2 Kilometer tief ist, weißt viel Wald und die wenigen kleinen Ortschaften auf, bevor es dann in eine vorgebirgische Landschaft übergeht, die wir bis zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht näher erkundet haben. Der Aussage eines „heimischen“ Surfshopbesitzers aus Deutschland folgend würde sich ein Ausflug durchaus lohnen, da sich im Norden Portugals der einzige Nationalpark des Landes befindet. Wir werden sehen…

Surftechnisch sind die letzten drei Tage durchaus als Highlights zu bezeichnen. Im südlich von Afife gelegenen Spot „Arde“ laufen trotz 0.9ner Forecastvorhersage 2-3 Meterwellen die wir in einigen Sessions auf überraschend erfolgreiche Art abreiten. Neben meinen eigenen Fortschritten imponiert vor allem die sprunghafte Leistungssteigerung meines Brüderchens, der in den allermeisten Sessions zur Spitzengruppe der Surfer gehört, styletechnisch können die anderen sowieso einpacken. 😉 Läuft bei uns.

Besonders beeindruckend dabei war ein Wetterphänomen was ich in dieser Form noch nicht bewundern durfte. Zunächst am ersten Abend, wo über dem Meer eine scheinbar riesige Regenfront aufzog, die sich im weiteren Verlauf als riesiges Nebelfeld entpuppt, welches uns trotz starkem Wind 3 Stunden erhalten bleibt. Am nächsten Tag erwartet uns zunächst eitel Sonnenschein, doch um die Mittagszeit als wir uns bei besten Wellen auf’s Meer begeben zieht eine ähnliche Nebelwolke auf und verschluckt alles und Jeden. Surfen bei 30-50 Meter Sichtweite. Sehr interessant! Der Strand und die dahinterliegende Landschaft sind komplett aus dem Blickfeld verschwunden und von den Surfern auf dem Wasser sieht man maximal die paar Personen die mit uns am selben Peak surfen. Der Nebel verschluckt alles, keine Geräusche außer die lokalen Gespräche und die Wellenbewegungen sind zu hören. Außergewöhnlich!

Im Laufe der letzten Nacht ist der Wind (leider) aufgefrischt was das Surfen unmöglich macht, unser Alternativprogramm am heutigen Tag hieß zunächst einkaufen, waschen und weiter an der Linie arbeiten. Am späten Nachmittag haben wir uns dann weiter nach „Viano do Castelo“ begeben und sind dort etwa 5km südlich der Stadt untergekommen um am morgigen Tag die Stadt zu besichtigen.

 

56. (02.09.2015) Schwule, Lesben, Straßenstrichs und Festivals. Fuck Off. Viano war toll! Wir haben uns am Vormittag für ein paar Stunden in die Tourihochburg Nordportugals begeben. Es lohnt sich! Auch wenn ich schon zum zweiten Mal dort bin. Das Städtchen ist einfach schön mit seinem komplett historischen Stadtkern (viel mehr gibt es selbst im Umland nicht, alles alte Baumasse). Enge Gässchen mit zahlreichen kleinen Läden aller Couleur, kleine und größere Plätze mit kleinen Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Und es ist nichts los! Die Saison neigt sich offensichtlich dem Ende entgegen. Als kleines Extra machen wir noch eine kleine Tour auf den Nahegelegenen Hügel Schlagmichtot (keine Ahnung wie der heißt) wo sich zwei beeindruckende Bauwerke befinden (siehe Bilder) und man zu allem Überfluss noch eine hervorragende Sicht über den gesamten Küstenabschnitt hat.

Auf dem Weg in die Stadt und auch wieder aus ihr hinaus sind uns, nur um kurz auf einen Teil der reißerischen Überschrift des Abschnittes einzugehen, die scheinbar florierenden Ausläufer des horizontalen Gewerbes auf Straßenebene aufgefallen, was zusammen mit unseren Beobachtungen und einem Gespräch mit einem anderen Reisenden ein schmunzelndes Gesamtbild des stadtnahen Gebietes in unseren Köpfen hinterlässt. Am vorigen Abend waren uns zahlreiche PKWs aufgefallen die praktisch minütlich unserem Parkareal zufuhren, nach wenigen Minuten dann aber wieder verschwanden. Von den diskutierten Theorien war die des Schwulentreffs irgendwie als abwegig abgetan worden, da die Trefferquote offensichtlich in starker Diskrepanz zur Menge der Bewerber stand. Die nachfolgende Diskussion mit besagtem Reisenden am heutigen Morgen bestätigte dies dann aber doch. Folgende Regel ist sich ins Notizbuch zu schreiben: auf der strandnahen Seite der Hauptstraße (die parallel zum Meer verläuft) treffen sich alle Schwulen, auf der strandfernen Seite die Lesben. Die direkte Umgebung der Hauptstraße ist dem Gewerbe vorbehalten. Da das angeblich in Portugal so standardisiert ist werden wir das im Auge behalten 😉

Weiter geht’s. Landstraße. Nicht wegen des Straßenstrichs, sondern wegen des undurchsichtigen Mautkonzepts der Portugiesen. Was die Sache aber nicht besser macht, spätestens nach, bzw. in Porto haben wir uns komplett verfranzt und meine Laune geht von Minute zu Minute weiter in den Keller, zumal sich die Küste südlich von Viano zunehmend unattraktiv präsentiert. Den Bergen sind inzwischen relativ ebene Landschaftsabschnitte gewichen die überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Direkt an die Küste kann man nur an und bei den Orten, die vor allem eins sind: touristisch. Nicht schön aber selten! Witziges Highlight ist der Ort „Torreira“ wo sich neben der Touristik an allen Ecken und Enden kleine und größere Zeltlager gebildet haben, Grund dafür scheint ein beendetes Festival am Strand zu sein. Wir fahren noch 20km weiter nach „São Jacinto“ wo es zwar nicht wesentlich schöner ist, wir aber in die Dünen hineinfahren können, wo wir nun unser Lager aufgeschlagen haben. Sicherlich nur für eine Nacht! Denn so schön der nördliche Küstenabschnitt Portugals war, so unschön scheint der Abschnitt um Porto und südlicher zu sein. Nazaré wird vermutlich morgen unser nächster Hoffnungsschimmer sein. Mal sehen. Zu allem Überfluss gibt es momentan keinen Swell, nur Wind.

 

57. (3.9.2015) Nazaré & Der Feigenbaum. Landstraße kann so schön sein. Eine Stunde hinter 3 LKWs hinterhergurken und keine Möglichkeit in Aussicht den Tross zu überholen. Knapp 6 Stunden waren wir heute im Gesamten unterwegs. Nachdem wir früh aufgestanden sind fahren wir bei gutem Wetter zuerst gen Norden um von der Halbinsel zu entkommen, danach geht es in Richtung Nazaré. Angepeiltes Ziel an diesem Tag, aber gar nicht so einfach zu erreichen. Grund dafür sind die undurchsichtigen Beschilderungen, teilweise unvollendete Umgehungsstraßen und der eine oder andere Pfad der in’s Nichts führt. Trotz vieler Querelen haben wir es dann doch noch geschafft (incl. Tankstop, Diesel 1.04€, Strike), nach einem kurzen Abstecher in Nazaré Centro, was sich Einbahnstraßentechnisch schlimmer als Köln präsentiert, fahren wir hinauf zum legendären Leuchtturm (allen Surfuninteressierten der folgende kleine Hinweis: hier wurde im letzten Jahr mit 26,x Metern die größte Welle der Welt gesurft) wo der Wind ordentlich über die Klippe weht. Spektakulär muten heute zwar nicht die Wellen an, dafür lassen uns die Angler einen erstaunten Blick über den Abgrund wagen. Von der Etwa 35 Meter hohen Klippe werfen die Einheimischen hier ihre Rute aus um die Fische aus großer Tiefe heraufzuholen.

Erstes angepeiltes Endziel ist die „Praia Nazaré Norde“ wo wir uns dank einer Baustelle zwar illegaler Weise zu einem am Strand gelegenen Platz durchmogeln müssen, der uns zunächst einmal aber zu einem zweistündigen Sonnenbad gereicht. Die chaotischen aber äußerst freundlichen Portugiesen (mit großen Deutschkenntnissen) weisen uns dann aber auf die prekäre Parksituation unseres Autos hin, welches sich, falls wir es nicht umgehend mit ihm entfernen, für die nächste Woche an eben dieser Stelle stehen bleiben müsste, da die aktuelle Schotterpiste gepflastert wird und zu diesem Zweck kubikmeterweise Sand aufgetragen wird. Blöd gelaufen.

Also weiter, Nazaré bleibt hinter uns zurück aber im Blickfeld. 10 Kilometer später erblicken wir von der Bergkuppe, auf der die Landstraße verläuft, einen weiteren Strandabschnitt mit scheinbar vielen Optionen zum Free-camping. Eine genauere Obduktion der Gegend führt uns schließlich an einen, von der Natur umgebenen kleinen Platz wo wir uns im Schatten einer Kiefer und eines alten Feigenbaumes ausbreiten. Nach einer Grundreinigung der näheren Umgebung (zwei Müllsäcke voll) hat man auch den Eindruck dass ein Verweilen an diesem Ort Sinn macht. Der Atlantik ist in Sicht und Hörweite, auch wenn aktuell keine Wellen laufen und uns ein vorbeigelaufener Tourist (?) darüber informiert dass hier ständig Leute ertrinken, alles in Allem kann man nicht meckern. Zumal es die Feigen gleich frei Haus als Nachtisch gibt.

 

59. (5.9.2015) Peniche. Trauben für Umme. Heute Morgen haben wir uns nach 2 Tagen Untätigkeit bei Nazaré wieder auf die Piste begeben. Nicht ohne vorher den privaten Feigenbaum zu plündern und bei der Gelegenheit noch einen Sack voll heimischer Trauben abzustauben (siehe Foto). Sehr sehr lecker! Lecker war auch heute wieder das Wetter! Nachdem es morgens noch leicht bewölkt war setzt sich im Laufe unserer Fahrt Richtung Peniche immer mehr die Sonne durch. Vor Ort checken wir erstmal „Supertubos“ wo aber die reinste Mittelmeeraction zum plantschen einlädt. Auf der anderen Seite der Landzunge, am „Praia de Baleal“, geht einiges auf dem Wasser was uns im Laufe des Tages zu zwei Surfsessions à 2.5Stunden motiviert. Sehr sehr geil nach 4 Tagen ohne Wasser!

Für heute Nacht haben wir uns östlich von Peniche-Stadt auf den Felsklippen ein ruhiges Plätzchen gesucht. Über die Klippen verteilt haben dies weitere 30 Wildcamper ebenso wie wir gehalten. Scheint alles easy und save hier zu sein. Gute Nacht.

 

67. (13.09.2015) Ericeira. Portugals Surfmekka. Mal wieder ist eine Woche vergangen wie im Flug. Wir sind reicher, reicher an Wellen und Orten. Unfassbar geradezu was sich in den letzten Tagen an Portugals Küste aufgebaut hat, und wenn man den Forecasts für die nächste Woche Glauben schenken kann war das nur der Anfang.

In Peniche haben wir noch einige Tage verweilt, mal bei gutem, mal bei weniger gutem Wetter (wobei weniger gutes Wetter 20-24Grad und Bewölkung heißt) und Wellen. Absolutes Highlight war der Donnerstag als Joni und Clara dann endlich doch den Weg nach Portugal gefunden hatten. Supertubos lief bei bis zu 9ft. fast wie eine Eins. Nicht für uns, sondern vielmehr für die besseren Surfer in dieser Surfwelt. Traumhafte Tubewellen gab’s zu sehen, oft auch mit Surfern. Die sich mal besser mal weniger gut anstellten. In jedem Fall ein sensationelles Schauspiel!

Weiter ging’s dann in Richtung Ericeira wo die Landschaft immer schöner wird, verklüftet, kleine Ortschaften und tolle Strandbuchten sowie unfassbare Wellen unsere Augen entzücken. Ziemlich große Wellen lautet mein persönliches Fazit nach einer zweistündigen Session. Wenn sich die 4-5 Metertürme vor einem aufbauen bekommt man an der einen oder anderen Stelle schon mal Muffensausen und spätestens wenn man mal ordentlich durchgewaschen wird weiß man dass die Wellen ganz gut Power haben. Spaß macht’s trotzdem! Nicht weil wir sonderlich viele Wellen bekommen, sondern weil wir auf’m Wasser sind und ein wenig zuschauen können.

Das Wetter spielte in den letzten Tagen bei er ganzen Show eine überragende Rolle, blauer Himmel und Sonne bis zum abwinken. Nur abends sind wir gut geraten uns dick einzupacken, denn ohne die wärmende Sonne merkt man doch dass inzwischen eher Herbst als Sommer ist. Kälter als 16 Grad wird’s trotzdem nicht.

Die Vorhersage für die kommende Woche soll den hiesigen Spots Swell bis zu 14.4ft. bescheren, was nochmal deutlich fetter ist als die Wellenbewegung der letzten Tage (<9ft). Wir sind gespannt! Mal wieder. Vielleicht gibt es diesmal ja tatsächlich mal so große Wellen. Joni und Clara werden das vermutlich in Ericeira nicht mehr mitbekommen, sie zieht es weiter gen Süden. Niklas und ich hingegen werden die nächsten zwei Wochen hier in der Region verbringen. Vor allem weil es hier wunderschön ist, aber auch weil Niklas Board sich nach der Verabschiedung seines Leashplugs in der Werkstatt befindet und am 24.9. aus Lissabon der Rückflug in’s heimische Belgien gebucht ist.

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