Logbucheintrag 141-160

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…ein wenig aus Südportugal…

141 (26.11.2015) Vollmond und Sturm. Eine Woche ist inzwischen schon wieder vergangen seit meiner letzten kleinen Notiz. Ich „musste“ meinen Lieblingsplatz verlassen, wetterbedingt in gewisser Weise. Für das letzte Wochenende war Regen und Sturm angesagt, was sich im Nachhinein auch als richtige Prognose herausstellte. Wenn’s da unten regnet bringt das mit sich, dass man diesen tollen Ort mit dem Auto nicht mehr verlassen kann, was doch mitunter mal nötig ist um sich mit dem einen oder anderen zu versorgen. Ein gemütlicher Spaziergang mit Einkaufstüten durchs Nichts…3 Stunden lang macht ja auch wenig Spaß. Also hab ich meine Zelte mal wieder abgebaut und mich zunächst ein paar Tage bei Monte Clérigo rumgetrieben. Es hat geregnet, gestürmt… immerhin haben sich die Tiefsttemperaturen inzwischen wieder bei angenehmen 8-10 Grad eingependelt (Nachts). Was macht man da so? Eine Option ist sicherlich eine kleine Roadtour in unbekanntes Gebiet, aber bei schlechtem Wetter sind die wenigsten unbekannten Orte wirklich schön und verweilenswert. Dann doch lieber im Auto und Drumherum abhartzen. Kleine Regenpausen zu Spaziergängen nutzen und dem Sturm bei ihrem Werk zuschauen.

Träumt von Uns.

Am Dienstag ging es dann endgültig mit dem Wetter wieder aufwärts (,wobei es ja immer im Auge des Betrachters liegt was er als schlecht bezeichnet. Ich fand den Regen nicht wirklich schlimm…sagen wir also das Wetter hat sich verändert, nicht verbessert). Zwar begleitet mich auch jetzt noch ein Sturm, bei Sonne und blauem Himmel lässt sich damit aber leben. Ab in den Süden, Sagres als grobes Ziel nach kurzen Zwischenstops bei bekannten Spots in Carrapateiras Sichtweite. Nichts zu holen bei dem Wind! In Sagres komme ich mit dem letzten Liter Benzin im Tank an, lange her dass ich die Karre leergefahren habe. Also einmal tanken bitte. 80 Liter bei 1.08 €, ich muss mal wieder zum Bankautomaten…nächster Stop „Ponta Ruiva“. In meinen aktuellen Top-10 in Sachen Secret bzw. Umgebung nach „Canal“ auf Platz 2. Einfach schön! Da es surftechnisch sowieso nichts zu holen gibt lasse ich mich etwas nördlich der Bucht auf den Klippen mit Blick auf den Strand nieder. Leben genießen…

…bis letzte Nacht wo es immer stärker pustet, was mich grundlegend nicht die Bohne interessiert, beim Schlafen ab einer gewissen Stärke dann doch nervig wird… das Auto wackelt und heult, schwierig bis unmöglich dabei zu schlafen. Deshalb habe ich mich heute fürs erste geschlagen gegeben. Ab an die Südküste, „Mareta“. Dort stehe ich nun bei Sagres im Windschatten der Steilküste, das Meer gleicht einem platten See und lädt zum plantschen ein, was ich heute Morgen auch in vollen Zügen genossen habe. Bei 16 Grad Wassertemperatur kann man das mal wagen.

Sonst noch was? Es ist Vollmond, sah wunderschön aus wie der Mond heute Abend aufging. Sternenklarer Himmel, das Meer plätschert vor sich hin. „Someday Baby“ Roadtripsong. Danke. Gute Nacht Welt.

Der Himmel ist heilig. Aloha.

 

145 (30.11.2015) Advent Advent – ein Lichtlein brennt. Seien wir mal ehrlich, wenn man am Meer bei 15-20 Grad und Sonne seine Zeit verbringt fällt das Einstimmen auf die Vorweihnachtszeit tendenziell eher aus. Um ehrlich zu sein hätte ich den 1.Advent vermutlich komplett verschlafen wäre ich nicht daran erinnert worden.

Ich war gestern endlich wieder auf dem Wasser nach sieben wasserfreien Tagen. Absolut überfällig diese kleine, nicht wirklich sinnbringende Surfeinheit bei Sagres (Tonel), die sich in der Summe wohl eher als Wipe-out-Surf als als klassische Surfsession zusammenfassen lässt. Spaßig war es dennoch zumal ich zwei alte Bekannte (kennengelernt in 2014) aus Galicien zufällig getroffen habe.

Surftechnisch war der heutige Tag dann der wesentlich bessere, an meinem aktuellen Homespot „Mareta“ liefen die Wellen heute zwar leicht windgeplagt aber oftmals schön in die südlich ausgerichtete Bucht, was für einen über den Tag verteilten Großauflauf (da Beachbreak nicht schlimm weil sich alles entzerrt) an Surfern sorgte (offensichtlich lief sonst nirgendwo etwas) und bei mir in einem vormittäglichen dreistündige Surf resultierte mit vielen geilen Ritten und natürlich der einen oder anderen verbesserungswürdigen Aktion. Übung macht den Meister.

 

…von P&B (Über die kleinen Dinge im Leben p.2.)

Mahlzeit – Jou Gut’n. Könnteste mich bei Gelegenheit auch nochmal beglücken? – Bidde? – Ja du weißt schon ohne Wasser geht das auf Dauer nicht gut. – Mhmm jup ich kümmre mich drum. – Wie geht’s den Mädels denn eigentlich so? – Denke ganz gut. Glühwein, Schnee und eisige Kälte. Die Leben so vor sich hin und würden vermutlich am liebsten Winterschlaf halten. – Ja das hört sich ja mal mega geil an. Wenn man von Schnee und Kälte mal absieht. – Hört sich nach Entzugserscheinungen an? – Nein passt schon aber wenn du das nächste Mal einkaufen bist… – Alles klar. – […] – Geil, macht ja mal wieder richtig Spaß mit dir zu quatschen du Pfeife. – Ich esse?! – Alles klar ich geh mir das am Wasser mal anschauen, bis gleich. – Pass auf das dir die Frisur nicht verrutscht. – Und das von dir? – Ich erhebe für mich ja nicht den Anspruch auf eine Frisur, ich hab Haare das reicht. Mütze druff und Deckel zu, fertig. – Ich denke dieses Konzept solltest du längerfristig überdenken. – Alles klar Partner, viel Spaß am Strand.

Für A&M

 

160 (15.12.2015) Vorweihnachtssurfen. Da mein Laptop aktuell an einem kleinen aber feinen Problem nagt (der Akku ist kaputt weshalb ich den nur mit Strom laden kann) sind meine Niederschriften in letzter Zeit eher unter die Räder gekommen. Daher hier und heute (Sagres, Caffe Espresso) er kleine Versuch die letzte Zeit ein bisschen aufzuarbeiten.

Ich habe unlängst zwei überaus nette Menschen getroffen, Sarah und Benedikt aus Süddeutschland die ich im ersten Moment wie ich zugeben muss nicht wiedererkannt habe. Sie mich aber offensichtlich bzw. zu mindestens mein Auto. Getroffen hatten wir uns zuletzt im Sommer 2014 in Galicien (Nordspanien), wie der Zufall es so wollte trafen wir uns hier im Süden (die Welt ist klein) an unserem absoluten Lieblingsspot mit tagtäglich „perfect conditions“, namentlich „Tonel“ (Ironie). Nun sind wir in den letzten Tagen zusammen durch die Gegend getingelt, surftechnische Highlights waren sicherlich zwei Tage in „Canal“ wo die Wellen sehr sehr schön liefen aber auch sonst ging einiges im Wasser (Arrifana, Mareta, Beliche, Bordeira) bevor inzwischen Wetterbedingt der Swell nur noch mäßig ansprechend ist. Wind und Regen ließen in den letzten Tagen die Motivation und Grundlage zu einem guten Surf doch deutlich schmelzen.

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