Logbucheintrag 240-256

Published by

on

Hola, wer den letzten Artikel gelesen hat wird sich an meine Ankündigung des Inselhoppings erinnern welches in inzwischen abgeschlossen habe. Fuerteventura und Gran Canaria standen auf dem Speiseplan, inzwischen bin ich zurück in Nordwestteneriffa. Viel Spass mit der kleinen Zusammenfassung und einigen Bildern…

240 (04.03.2016) Fuerteventura Northshore. Inselhopping die Erste. Nach 9 stündiger Fahrt mit der Fähre, wobei davon lediglich 4 Stunden tatsächlich gefahren wurde, der Rest der Zeit war als Zwischenstopp auf Gran Canaria eingeplant, bin ich wohlbehalten in „Morro Jable“, einem der drei Häfen wo die Fähren zwischen den Inseln anlegen, angekommen. Der Tag ist inzwischen soweit fortgeschritten dass sich etwaige Exkursionsmöglichkeiten nicht mehr wirklich lohnen weshalb ich mich nach einem kleinen Einkauf (Essen und Map) auf den Weg an’s andere Ende der Insel mache. Von der Landschaft und den Orten bekomme ich an diesem Abend nichts mehr mit da es zügig dunkel wird. In „El Cotillo“, meinem Reiseziel nächtige ich wenig romantisch in einer Seitenstraße, wo soll ich auch sonst hin, ich kenn mich ja weniger als gar nicht aus.

Mein erster Fuerte-Tag überrascht mich zunächst mit trübem Regenwetter und dementsprechend wenig Motivation mich groß Fortzubewegen weshalb ich den Tag mit lesen und ein wenig kennenlernen der Gegebenheiten (El Cotillo Beach und Northshore) verbringe.

Mareike und Dennis hatten sich für den späten Abend angekündigt, getroffen haben wir uns dann „erst“ Montag früh zu Kaffee und Schokocroissant in der beliebtesten (und einzigen) französischen Bäckerei im Ort. Danach ging es zum ersten Spotcheck dem in den letzten Tagen zahlreiche weitere folgten. Dadurch dass Dennis schon mehr als ein halbes Dutzend Male auf dieser Insel weilt kennt er die lokalen Spots wie seine Westentasche wovon ich als Premierenbesucher natürlich gerne profitiere.

Die Highlights für mich waren neben zahlreichen Surfs am Northshore bei vorzüglichen Bedingungen ein sehr besonderer Tag am Beachbreak bei 1.50-2.00 Metern Swell. Steile Wellen und die Chance auf zahlreiche Barrels von denen mir erstmalig auch ein paar gelungen sind. Hammer!!

Landschaftlich ist Fuerte im Vergleich zum grünen und bis zur Küste bergigen Teneriffa eine komplett andere Welt. Karge Landschaften mit Hügeln und kleineren „Bergen“ im Hinterland, dazu zumeist überschaubare Ortschaften mit vielen weißen Häuschen prägen das Bild im Norden (Ausnahmen bestätigen die Regel) und natürlich der bekannte Northshore wo man sich nur über mehr oder weniger gute Schotterpisten fortbewegen kann. Da freut sich ganz besonders das Auto, wobei ich meine Karre größtenteils durch Taxi-Dennis davon befreien kann. Türkises Wasser und große Lagunen vor hellen Sandstränden lassen ungemein Karibikflair aufkommen, einzig der fast komplettt fehlende Bewuchs und die kalten Wassertemperaturen machen deutlich dass man doch „nur“ auf den Kanaren ist.

Wie es im Süden aussieht weiß ich nicht da ich dort nur einmal zur Durchreise zugegen war, wenn man allerdings den Berichten glauben darf wird es dort, ähnlich wie auf Teneriffa von verschandelten Touristenhochburgen wimmeln.

245 (09.03.2016) Little Stop at Gran Canaria. Die Zeit fliegt mal wieder. Zwei wundervolle letzte Tage mit ein paar super Surfs am Northshore (schönen Gruß an Julius, schön dich kennen gelernt zu haben!), leckeren frisch gefangenen Fischen und viel gemeinsamer Relaxzeit mit Mareike Und Dennis sind inzwischen Geschichte. Vielen vielen Dank für die erneut tolle Zeit mit euch beiden! Gerne wieder!

Montag bin ich per Fähre nach Las Palmas auf Gran Canaria übergesetzt um hier die nächsten 1-2 Wochen zusammen mit dem Doppelpack Mirjam zu verbringen. Einen ersten Surf am Stadtstrand habe ich bisher gewagt, leid „nur“ mit meinem NSP da mein schönes Singlefin aktuell an einem Löchlein leidet welches zu reparieren ist was allerdings gutes Wetter voraussetzt was aktuell eher nicht der Fall ist. 17-20 Grad, dazu zumeist starke Bewölkung und kleinere Regenschauer…Aprilwetter. Zusätzlich habe ich mir erstmal auf meiner Reise eine etwas ernsthaftere Erkältung eingefangen weshalb ich zu mindestens heute etwas ruhiger trete und mir das Schauspiel von außen anschaue.

Naturtechnisch darf ich mich hier nun wieder an Teneriffa orientieren, die Insel präsentiert sich deutlich grüner und bergiger als Fuerte.

247 (11.03.2016). Abwechslungsreich. Krank sein macht keinen Spaß. Wenn man es mal hochrechnet bin ich allerdings erst das zweite Mal leicht aus der Spur seit ich mich im letzten Juli auf den Weg gemacht habe. Von daher… who cares. Ich kann bzw. möchte halt aktuell nicht ins Wasser, sonst verschleppt man so eine Angelegenheit ja mal gerne. Daher nehme ich gerne die eine oder andere Fahrt mit den Mädels über die Insel mit auch wenn mir schon nach wenigen Tagen auffällt wie anstrengend so ein Kurzurlaub sein muss… ständig auf Achse um in den wenigen Tagen die einem im Süden vergönnt sind möglichst viel mitzunehmen. Neben der Hauptstand Las Palmas haben wir dadurch allerdings bisher tatsächlich einige schöne Orte entdecken können, z.b. im Nordwesten ein grünes Tal mit Palmen, Kakteen und ähnlichem, einem Fluss inclusive kleiner Bademöglichkeiten im eiskalten Bergwasser. Traumhaft!!

Darüber hinaus kann man sich auch hier, wie schon auf Tenerife und Fuerte darauf verlassen dass das Wetter im Norden meist übersichtlich ist (dort liegen aber die meisten relevanten Surfspots), wenn man jedoch wenige Kilometer weiter in Richtung Süden fährt einem sogleich die Sonne die Platte brät.

252 (16.03.2016) Danke Danke! Ich bin mal wieder auf einem Schiff. Mein persönliches Inselhopping neigt sich zunächst einmal dem Ende entgegen da ich mich wieder in Richtung Teneriffa befinde wo ich vermutlich die nächsten Wochen verbringen werde.

Die letzte Woche auf Gran Canaria mit der doppelten Portion Mirjam hat sich in jedem Fall gelohnt, trotz Krankheit, Knöllchen und viel rumfahrerei. Viel tolle Zeit mit euch beiden! Nette Surfs, tolle Ausflüge und Erkundungsfahrten und viel gutes Essen. Für den nicht anwesend gewesenen Leser noch eine kleine Zusammenfassung. Unter’m Strich habe ich zwar nur einen kleinen Teil er Insel gesehen, nämlich ein 2 tägiger Ausflug entlang der Nordküste mit Nachstop am Leuchtturm und einem wundervollen Tag im „grünen Tal“, etwaige Fahrten entlang der Ostküste in Richtung Sonne und Wärme mit einem etwas längerem Aufenthalt bei „El Hombre“ und einer guten Surfsession und zu guter Letzt viel Zeit in und um Las Palmas bzw. insbesondere an dessen Stadtstrand. Besonders vorzuheben sei sicherlich der letzte Tag, der zum einen mit Traumwetter bei 25-28 Grad, blauem Himmel und dazu besten Surfbedingungen entzückte, durch sonstige „Zwischenfälle“ (Knöllchen, Surfladen, Polizei, Fastunfall, Sinnlose Rumfahrerei wegen der Tickets) irgendwie etwas kurios war, am Ende beim kanarisch Essen gehen aber einen runden Abschluss um die gemeinsame Woche zog.

Vielen vielen Dank für die tolle Zeit mit euch!

256 (20.03.2016) Guten Wellen with my Fahrvergnügen-Family. Back home. Tatsächlich kam, als ich mich langsam aber sicher Teneriffa mit der Fähre näherte und bei der darauf folgenden Fahrt in Richtung Bajamar so etwas wie „nach Hause kommen“ auf. Nach meinem kleinen Ausflug nach Fuerte und Gran Canaria mit einigen tollen Tagen mit Dennis, Mareike und der doppelten Portion Mirjams ist es doch wieder schön hier zu sein bei Tine, Sam und Martin. Leider neigt sich die gemeinsame Zeit langsam aber sicher dem Ende zu da Sam in den kommenden Tagen die Biege machen wird. Mehr oder weniger gezwungenermaßen.

Die letzten Tage, bzw. die ersten im zweiten Anlauf auf Tenerife waren sowohl unter’m als auch über’m Strich mehr als toll! Angefangen beim ersten Tag wo ich mich als erste Aktivität bei Lobos ins Wasser geschmissen habe und dort sensationell gute und lange Rides hatte. In den nächsten zwei Tagen gab es dann, dank eines amtlichen Sturmes auf dem Nordatlantik 5-7 Meter Wellen. Nichts für uns zum surfen aber allemal eine tolle Show auf dem Wasser zumal sich einige wenige lebensmüde hinauswagten und dort einiges aufs Parkett brachten! Da sich hier im Norden dementsprechend wenig ergab sind wir früh runter in den Süden nach Puerto de la Cruz gefahren um dort festzustellen das sich ein Surf nicht wirklich lohnt. Alternativprogramm? El Teide. Da wollte ich so oder so mal hoch, wieso also die Möglichkeit nicht nutzen?!

Die Auffahrt war schon atemberaubend, sensationelle Ausblicke und ständig wechselnde Vegetation in allen Varianten (teilweise sieht es aus wie im Schwarzwald) und weiter oben eine Vulkanlandschaft sowie viel Schnee. Ein gemeinsames Picknick rundete diesen tollen Ausflug ab, bevor wir uns am frühen Nachmittag zurück in Richtung Norden begeben haben. Ohne Surf ist ein Tag selbstredend nicht wirklich vollendet, daher sind Tine und ich noch ein wenig durch die Gegend gekurvt um uns Los dos Hermanos anzuschauen wo sich die Endausläufer des großen Swells noch zu teilweise massiven 3.50Meterbergen auftürmten. Powerfull und mit Tendenz zum Vertikaltakeoff. Nicht unbedingt etwas für ein zartes Gemüt aber man hat ja sonst nichts vor.

Nach anderthalb stündiger Session, einigen sehr sehr geilen Wellen für uns beide nach anfänglichen „Konzentrationsschwierigkeiten“ (made my day, thanks Tine!!!!) hatten wir uns die folgenden Cervezas und Bürger im „La Melita“ redlich verdient. Perfekter Tag??!! Ja absolut, zumal es zu guter Letzt noch Livemusik (Reggae) in Punta del Hidalgo gab. Da bekommt der ausgelutschte Spruch „seinen Traum leben“ doch nochmal eine andere Bedeutung!

Und nun? Das aktuelle Wochenende hat uns zufällig einen Urlaub im Urlaub beschert! Da die Schwester eines befreundeten Spaniers im Süden (Palm-Mar) in den letzten zwei Tagen ihr Wochenendapartment nicht in Gebrauch hatte haben wir (, inzwischen sind wir, dank Katrin, einer sehr sympatischen Finnin die aktuell in Puerto de la Cruz lebt, personentechnisch zu einer mittelgroßen Familie gewachsen,) uns gemeinsam auf den Weg in Richtung Sonne gemacht. Am Nachmittag gab es in „Playa de la Américas“ eine super Surfsession, bei der ich nach einem kleinen Test in Callado „mein“ neues Board erneut surfen durfte. Vielen Dank an dieser Stelle an Miri für das Vertrauen! Ich passe selbstredend mehr als gut auf das schicke 6.6er Board auf! Mein eigentlicher Favorit, das 5.10er Singlefin wird zurzeit vermehrt von Tine in Beschlag genommen… verständlicher Weise, das Teil ist einfach nur geil!

Am heutigen Sonntag war eigentlich eine frühe Surfsession angedacht, Abfahrt um 7:00 Uhr in der Früh, ein Surf wäre sicherlich, z.B. bei Punta Blanca möglich gewesen, allerdings stellte sich im Laufe der morgendlichen Motorsporttour heraus das im Prinzip niemand so richtige Surfmotivation aufbringen konnte, vermutlich eine Folge des Schlafdefizites war wir in den letzten Tagen angesammelt hatten. Demzufolge reichte es schlussendlich „nur“ zu einem gemeinsamen Kaffee, einem kleinen Spaziergang entlang der südteneriffschen Steilküste und dem obligatorisch vorzüglichen Frühstück. Ein sehr schöner Vormittag! Inzwischen sind wir wieder zurück „zuhause“ in Bajamar wo der Tag nun zunächst mit einer dringend benötigten Siesta fortgesetzt wird. Gute Nacht.

Hinterlasse einen Kommentar