Logbucheintrag 112-119

Published by

on

Ein kleines Vorwort. Dem/Der einen oder anderen mag es schon aufgefallen sein. Meine Schreibmotivation lässt aktuell zu wünschen übrig, was sich aber nicht ändern lässt. Aktuell habe ich weder Zeit noch Muße (vor allem Zweiteres) großartig und viel zu schreiben, weshalb es am Ende auch im Folgenden bei einigen kleineren Beschreibungen des Tagesablaufes bleiben wird.

Ganz besonders viel Spaß bereitet mir aktuell das Zusammensein mit Lena, Jona und Vali, mit denen ich nun bereits einige Zeit unterwegs bin. Manchmal trifft man Menschen, da (auf neudeutsch) matcht und vibed es einfach. Neben unserer aktuellen Zeit zusammen will es der Zufall wohl, dass wir vermutlich nicht nur hier im hohen Norden zusammen unterwegs sind, sondern sich auch in Südeuropa wieder gemeinsame Zeiten ergeben werden. Ein Fest 🙂

[Andervag, 11.09.2023] Heute heißt es Abschied nehmen von Senya, Perle des Nordens. Dank des eingestellten Fährverkehrs nach Andoya während der Winterzeit, heißt es für uns einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen und den Landweg zu erkunden. Wir entscheiden uns gegen die „normale“ Route entlang der E6 und nehmen eine Nebenroute über Andorja und Rolla. Wir streuen einige Angelzwischenstopps ein, mit mäßigem Erfolg. Leider wollen uns aktuell nur kleine Fische beißen, sodass uns ein Fischmahl auch am heutigen Tag verwehrt bleibt.

[Laskogen, 12.09.2023] Weiter geht die Fahrt Richtung Nordwest, in der Zusammenfassung wartet der heutige Tag nicht unbedingt mit vielen Highlights auf, neben den zugegebenermaßen immer wieder tollen Adlersichtungen geht es für uns mit dem Schiff nach Harstad und von dort aus weiter in Richtung Andoya. Die Insel erreichen wir heute allerdings noch nicht, sondern nächtigen in Sichtweite der Küstenlinie.

[Andoya Space Offroad, 13.09.2023] Ausgeruht und voller Vorfreude geht es heute weiter gen Norden nach Andoya, die Insel nördlich der Lofoten, welche wir leider nicht mehr per Fähre erreichen konnten. Wir befahren die wenig genutzte Westroute Richtung Norden und schnüren mal wieder die Wanderschuhe, um zu viert den Matinden zu besteigen. Jona und Vali wandern mit zum ersten Aussichtspunkt, der einen tollen Blick auf die Küstenlinie und einige Bergseen offenbart. Danach geht es für Lena und mich weiter auf den Matinden, spektakulär und wunderbar! Der Rückweg wird dann allerdings zu einer Zitterpartie, da bei 3-5 Grad und starkem Wind ein beißend kalter Regen und zwischenzeitlich Graupelschauer einsetzt. Vollkommen durchnässt kommen wir am Ende wieder am Ausgangspunkt an. Nass aber glücklich. Im Anschluss gönne ich mir noch ein Bad im eiskalten See bevor wir uns am Nachmittag einen tollen Platz an der Nordküste suchen.

Nach einem entspannten Spieleabend (der sich zu meiner Freude bei unserer tollen Reisegruppe eingebürgert hat) können wir Nachts noch einige Nordlichter bewundern. Einfach wunderschön!

[Tonis Bar (Grunnfor), 14.09.2023] Der letzte Vormittag auf Andoya. Nach einem kleinen Frühstück geht es zunächst nach Andenes wo wir den Vormittag verbringen, Outlet-Check und einige Angelversuche stehen auf der Liste. Am Ende leider ohne Erfolg. Danach witmen wir uns dem Car-Sighseeing. Auf dem Weg auf die Lofoten schlängeln wir uns entlang kleiner Ortschaften , hellblauer Strandabschnitte und den ersten schneebedeckten Gipfeln entlang. Auf dem Weg begegnen und Elche und Seeadler, total beeindruckend! Nach einer kleinen Fährüberfahrt und dem einen oder anderen Zwischenstopp finden wir an Toni’s Bar einen entspannten Platz zum nächtigen, diesmal mit zahlreichen Mitcampern. Ein kleiner Kulturschock nachdem es in letzten Zeit eher Zweisam war.

Ein absolutes Highlight hält der Abend dann noch bereit, nachdem wir ja bereits am Vorabend Nordlichter bewundern durften fährt die Natur am heutigen Abend noch einmal richtig auf! Zwei Stunden verrenken wir uns unsere Nacken und kommen aus dem Staunen und bewundern nicht mehr hinaus. Ein absolutes Naturspektakel offenbart sich am sternenklaren Himmel über den Lofoten!

[Bufjorden Offroad, 15.09.2023] Die Sonne brennt. Oder zumindest wache ich bei strahlend blauem Himmel auf, die Sonne scheint zwar, kann um diese Jahreszeit aber nicht mehr viel Strahlkraft entwickeln, angenehm ist es dennoch! Heute steht mal wieder eine kleinere Wanderung auf dem Programm, es soll auf den Matmora gehen. Mit dabei ist neben meiner Wenigkeit Jona, für Lena und Vali steht eine Fahrradtour und der Besuch des nahen Sandstrandes auf der Wunschliste. Unsere kleine Wandergruppe muss leider bereits nach wenigen Kilometern aufgelöst werden, da sich Jonas Fußschmerzen zu einem echten Problem ausweiten und es wenig Sinn macht so weiter zu wandern. Deshalb geht es für ihn zurück, für mich weiter auf den Gipfel bzw. Bergkamm. Bis auf die Spitze des Matmora komme ich an diesem Tage dann nicht, da das Zeitmanagement in diesem Fall ausbaufähig war, eine Besteigung des Gipfels hätte in einer Rückkehr im Dunkeln gemündet. Das wollte ich dann doch verhindern.

Nach meiner Rückkehr geht es zunächst zum nächsten WoMo-Stellplatz um dort eine wohltuende warme Dusche abzugreifen bevor es mit der gesamten Crew weiter gen potentiellen Schlafplatz geht. Offroad, über Stock und Stein ohne die Möglichkeit umzukehren. Da muss man dann durchziehen. Am Ende eine gute Entscheidung da wir einen Platz abseits jeglicher Zivilisation direkt an der Küste finden. Fantastischen Sonnenuntergang inklusive!

[Kvalnes, 16.09.2023] Morgens wird es spannend, nachdem es in der Nacht dann doch geregnet hat ist die schon am Vortag anspruchsvoll gewesene Offroadpassage für mein 3.4 Tonnen-Mobil durchaus eine Herausforderung, welche am Ende dann aber doch gemeistert wird. Unser Ziel ist heute Henningsvaer, das Venedig der Lofoten. Ich spare mir allerdings eine Sightseing-Tour, die machen Jona und Vali während Lena und ich uns auf machen den Festvagtind zu besteigen. Was zunächst nach einer halbwegs entspannten Wanderung aussieht artet schnell in eine steile, anstrengende Kletterei aus die uns beiden alles abverlangt. Belohnt werden wir am Ende vollkommen ausgepowert auf dem Gipfel mit einer überrragenden Aussicht über die vorgelagerten Inselchen und die Bergkämme im Landesinneren. Absolut überragend!

[Unstad Beach, 17.09.2023] Back to Surf-Business. Unsere gemeinsame Zeit neigt sich langsam aber sicher leider dem Ende zu, für eine zweitägige entspannte Pause an einem der schönsten Fleckchen auf den Lofoten reicht es aber noch. Meine Intention der Platzwahl war, wenig überraschend, die Möglichkeit sich mal wieder in die Wellen zu werfen. Der Forecast versprach einiges, die Realität war dann allerdings nicht ganz so gold-glänzend wie angekündigt. Allerdings ist dies in diesem Fall Meckern auf hohem Niveau, in zwei Sessions konnte ich doch einiges an Spass verbuchen, obgleich meine Paddelperformance doch arg zu wünschen übrig ließ. Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.

Neben den Sprüngen ins überschaubar warme Wasser (ca. 9 Grad), verbringen wir unsere Zeit mit Spaziergängen, dem Burgenbau, viel Spielen und natürlich gönnen wir uns auch die obligatorische „Beste Zimtschnecke der Welt“. Festzuhalten bleibt dass man für viel Geld in einer entspannten Location tatsächlich eine ausgesprochen gut schmeckende und magenfüllende Köstlichkeit serviert bekommt.

Hinterlasse einen Kommentar