Lang ist es her. Zuletzt grüßten noch schwedische Seen, Felder und Wälder. Inzwischen habe ich mich nach einigen Reisewochen im schönen Südportugal eingefunden und verbringe hier in wechselnder Besetzung meine Zeit. Zumeist bzw. zuletzt mit meinem Bruder. Aber von Anfang an.
[Belgien, 12.10.2023] Ein wenig Heimat. Hier und da. Dies und jenes erledigen und eine schöne Zeit mit Mama und Papa verbringen in Vorbereitung auf unsere kleine Reise gen Süden. Wir starten gut bepackt und voller Vorfreude am 14.Oktober, wo wir uns nach einem kleinen Abstecher zu Freunden durch Belgien und Luxemburg nach Frankreich auf machen.
[Gondreville, 14.10.2023] Unseren ersten Stopp finden wir Abends im Dunklen. An der Mosel gelegen finden wir uns im beschaulichen Örtchen Gondreville ein und verbringen eine geruhsame Nacht mit weiteren Campern unter großen Pappeln. Nach ein paar ersten Schritten am frühen Morgen uns einer beeindruckenden Vogelkulisse auf dem Wasser geht es wieder auf die Bahn Richtung Süden.





[Messanges, 15.10.2023] Das Ziel heute ist Messanges, wo ich aus traditionellen Gründen je nach Möglichkeit immer einen kleinen Zwischenstopp mache. Dieses Jahr allerdings nicht auf dem Camping (Camping de Moisan), sondern aufgrund der späten Jahreszeit vorne hinter den Dünen auf einem erschwinglichen Stellplatz. Dieser ist zu meiner Überraschung fast komplett voll, sodass sich schnell eine klassische Campingplatzatmosphäre aufbaut. Am nächsten Morgen zeigt ein Blick auf das Wasser das sich hier heute mit dem zur Verfügung stehenden Material auf dem Wasser nichts reißen lässt da die Wellen zu klein sind. Daher machen wir uns nach einem entspannten Frühstück mit französischem Baguette und Croissants auf in Richtung Spanien. Die hohen Berge und die nördliche Küstenlinie lassen sich dank klarem Wetter schon erahnen.

















[Huerta, 16.10.2023] Unser heutiges Ziel ist ein kleiner verschlafener Ort nahe Salamanca, auf dem Weg dahin entgehen wir zunächst nur knapp dem Ende der Tour (Tank leer) was für einiges an Aufregung sorgt, bevor wir uns auf eine kleine Sightseentour nach Vitoria-Gasteiz verirren. Was sich auf den ersten Blick nach einem österreichischen Örtchen anhört, auf den zweiten Blick nach grauen Betonbauten und Industrie ausschaut, entpuppt sich am Ende als eine absolut sehenswerte kleine Stadt im spanischen Inland mit einer malerischen Altstadt, schönen kleinen Gässchen und viel Geschichte zum anschauen. Nebenbei gibt es natürlich noch ein ausgesprochen leckeren Mittagstisch.
Der weitere Tag verläuft eintönig, Autobahn eben. Dafür entschädigt der Platz in Huerta dann doch sehr. Direkt am Wasser gelegen unter großen Bäumen neben einem Naturrasenplatz finden wir einen entspannten Platz für die Nacht.






















[Monzaraz (Stausee), 17.10.2023] Am nächsten Morgen fahren wir ein paar Kilometer nach Salamanca hinein, wo wir den Vormittag verbringen wollen. Diese bekannte spanische Studentenstadt ist immer wieder einen Besuch wert. Auch wenn die ewige Rumrennerei am Ende schlaucht, lohnt sie sich doch sehr, insbesondere der Besuch in luftiger Höhe ist sehr beeindruckend und atemberaubend!
Nachdem wir uns sattgesehen und -gegessen haben geht es weiter Richtung Portugal, unser Ziel ist Europas größter Stausee, an welchem wir uns für eine Nacht niederlassen.


































































































[Monchique, 18.10.2023] Sinn uns Zweck der nächtlichen Platzwahl ist der Besuch von Monzaraz, einem winzigen Örtchen auf einer Hügelkuppe, inklusive Burg und Stadtmauer. Kleine Gässchen mit alten Häusern laden zum schlendern ein. Einzig das Wetter macht uns einen halben Strich durch die Rechnung, immer wieder setzen die Wolken zu sintflutartigen Regenfällen ein weshalb wir hier uns da Unterschlupf suchen müssen. Der erste Vorgeschmack auf ein in Portugal seltenes Wetterphänomen, zumindest im Süden: Dauerregen.


























































Nachmittags machen wir uns dann auf zur letzten Etappe. Durch das portugisische Hinterland auf dem Weg ins Monchique-Gebirge wo Tara und Niklas ihr Zuhause haben.
Nach einer, vor allem bei der ersten Befahrung, spannenden Anfahrt über unwegsames Gelände kommen wir in einem abseits gelegenen Tal an. An dessen Hängen schmiegen sich alte Hütten und überwiegend Ruinen, umgeben von zu bewirtschafteten Terassen, Wald und viel Nichts.
Ein Ort zum runterkommen und sich auf das wesentliche fokussieren.
Für unsere, jetzt größere Gruppe, heißt es zunächst einmal einige Tage relaxen und entspannen. Wir verbringen viel Zeit zusammen, da es quasi ohne Unterlass regnet. Das führt zum einen dazu dass unser Radius eingeschränkt ist, zum anderen dazu dass wir, selbst wenn wir wollen würden, keine andere Möglichkeit hätten, da bei nassem Geläuf eine „Flucht“ nicht möglich ist. Zumindest nicht mit meinem Auto.






























































































































[Vila do Bispo, 24.10.2023] Am Montag nutzen wir die einzige Chance raus zu kommen, nach sensationellen 24 Stunden ohne Regen schaffen wir es fast Rutschfrei aus dem Tal zurück auf eine asphaltierte Straße und düsen gen Süden. Erstmals an die Küste und in die Sonne. In Monchique wird es die nächsten Tage weiter regnen, wir haben etwas mehr Glück. Zwar kommt ab und an ein Schauer runter, wir erwischen aber auch einige regenfreie Stunden was insbesondere für unsere Kurzzeitbesucher (Mama und Papa) schön ist. Wenn man schon mal in Portugal ist darf ja auch mal die Sonne scheinen.
Wir halten uns vornehmlich an verschiedenen Stränden auf, Niklas und ich sind endlich wieder auf dem Brett unterwegs und der Rest genießt die Zeit augenscheinlich auch. Schlafen tun wir ein paar Meter im Landesinneren an verschiedenen Lokalitäten um somit der Guardia Civil zu entgehen.
Nach zwei tollen familiären Wochen geht es für die ältere Generation wieder nach Hause. Und auch die jüngere macht nach kurzer Zeit die Biege und zieht sich für ein paar Tage aufs Land zurück.
Somit geht es für mich zunächst alleine weiter. Ich verbringe die Zeit mit Entspannen, Surfen und einiger Rumkurverei.

































































































[Arrifana, 07.11.2023] Nach dem potentiell größten Swell der Saison welchen ich staunend an der West- und Südküste bewundere, treffen Niklas und ich uns wieder uns sich fortan auf Welllensuche. Zunächst bei Arrifana an der Westküste, danach wieder an der Südküste. Ein munteres Hin und Her, mit einiger Aktivität auf dem Wasser.























[Irgendwo an der Westküste, 10.11.2023] Zum Abschluss unserer kleinen Urlaubseinheit finden wir uns an der Steilküste wieder. Aus Gründen werde ich hier keine Spotname veröffentlichen, Safe the Secrets! Wir sind umgestiegen zur Angelei, auf der Suche nach den ganz großen Fischen hängen wir uns an einen Local der uns mit einigem an Tipps und Tricks versorgt was uns am Ende des Tages ein reichhaltigen Fang beschert! Davon abgesehen? Surf at its best!




















































[Monchique , 12-22.11.2023] Da sind wir wieder. Zurück auf dem Land. Tara ist seit geraumer Zeit in Deutschland weshalb Niklas, ich und die beiden Hunde in trauter Viersamkeit die Gegend unsicher machen. Einige Ausflüge in die Umgebung ausgeklammert verbringen wir unsere Zeit auf und um das Land. Einige selbsterdachte Baustellen gilt es anzupacken, ua. Ein Klohaus, eine Dusche, einen Ofen und eine grundlegende Umstrukturierung der örtlichen Gegebenheiten. Immer anstrengend, aber ausgesprochen belohnend. Insbesondere die Installation des Ofens ist ein klassischer Gamechanger. Inzwischen sind die Temperaturen zumindest Nachts im einstelligen Bereich weshalb ein warmes Öfchen Abends absolut überragend ist!












































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